Deich

Deich

Deich, Damm zum Schutze gegen Überschwemmungen an Flüssen oder Meeren. 1) Fluß-D., Winter-, Haupt- oder Bann-D., schützen gegen das höchste Hochwasser der Flüsse, Sommer-D. nur gegen Sommerhochwasser. Rück-D. erstrecken sich längs eines Nebenflusses. Sturm-D., Schlaf-D. liegen hinter Haupt.-D., um bei Deichbrüchen Schutz zu gewähren; Binnen-D. schützen gegen von rückwärts kommende Hochfluten; Schar-D., Gefahr-D. sind ohne Vorland (Außendeichsland) der Strömung direkt ausgesetzt. 2) See-D. haben bes. dem Wellenschlage zu widerstehen. Die Deichgenossenschaften bestehen aus den in die Deichrolle eingetragenen, zur Erhaltung der D. (Deichlast) verpflichteten Besitzern der durch D. geschützten Grundstücke, deren rechtliche Verhältnisse das Deichrecht auf Grund der Deichordnungen regelt. Streitigkeiten entscheidet ein besonderes Gericht aus dem Deichgrafen und den Deichgeschworenen, welche auch die Deichschau (Untersuchung des D.) im Frühjahr (Vorschau) und Herbst (Nachschau) anstellen. Zu den Oberdeichbeamten gehören noch die Deichhauptleute.


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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  • Deich — Deich, die Erddämme zum Schütze der Niederungen an Flüssen oder an der See gegen Ueberschwemmung durch Hochwasser oder Hochflut. Die Deiche an den Flüssen haben namentlich der Einwirkung der Strömung und des Eisganges zu widerstehen; die Deiche… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Deich — Deich: Die nhd. Form geht zurück auf spätmhd. dīch, das im 15. Jh. aus mnd. dīk »Deich« übernommen wurde, vgl. niederl. dijk »Deich« und aengl. dīc »Deich, Graben, Damm, Wall« (s. den Artikel ↑ Teich) …   Das Herkunftswörterbuch

  • Deich — Deich, Hochwasserdamm, Erddamm zum Schutz niedrig gelegener Ländereien gegen Überflutung. Deiche werden am Meer, an Seen, Strömen und Flüssen angelegt (See oder Flußdeiche). Die Flußdeiche zerfallen zunächst in Sommerdeiche und Winterdeiche.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Deich.... — Deich...., Zusammensetzungen hiermit s.u. Deich …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Deich — Sm erw. fach. (15. Jh.), spmhd. dīch, tīch Entlehnung. Entlehnt (unter teilweiser Umsetzung in hochdeutsche Lautform) aus mndl. dijc, dieses aus as. dīc, wozu afr. dīk, ae. dīc Erdwall , ae. dīc f. Graben , erweitert anord. díki n. Pfütze, Morast …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Deich — Deich, ein Aufwurf von Erde, der zum Schutze des Landes (Deichlandes) gegen die Fluthen an Meer u. Flußufern dient. I. Man unterscheidet zunächst Fluß u. See D e, je nachdem sie an süßem od. Meereswasser liegen; erstere zerfallen wieder in Winter …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Deich — Deich, holländ. Dijk (Deik), Erdwall zum Schutze des Ufers gegen Wasserandrang, gewöhnlich Erdwälle mit Bekleidung von Rasen, Weiden, Buschholz, in gefährlichen Lagen auch mit Steinbauten verbunden; immer mit schrägansteigenden Seitenwänden… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Deich — der; (e)s, e; ein Wall aus Erde, den man am Meer aufschüttet, um das Land vor Überschwemmungen zu schützen ≈ ↑Damm (1) || K : Deichbruch …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Deich — (der) …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Deich — der; [e]s, e (Damm) …   Die deutsche Rechtschreibung

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